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Stanz- und Presswerk Lindner

Das Stanz- und Presswerk Lindner wurde im Jahr 1957 gegründet. Anfangs nur drei Mitarbeiter hat das Unternehmen heute auf
18.000 Quadratmetern Produktionsfläche 160 Beschäftigte im Stammwerk in Niestetal-Sandershausen, wo das Kompetenzzentrum Stanzbiege-
technik mit Stanzerei und Werkzeugbau sitzt, sowie im zweiten Werk in Gudensberg für das Kompetenzzentrum Blech-
bearbeitung & Schweißerei. Konstrukteure, Werkzeug-
mechaniker, Maschinentechniker und Schweißspezialisten arbeiten hier.
Hergestellt werden Produkte aus den Bereichen:
Stanzbiegeteile
(50 %)
Werkzeuglose Blechbearbeitung
(40 %)
Engineeringservices/Werkzeuge
(10 %)


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Produktionsflexibilität als Schlüssel zum Erfolg

Stanz- und Presswerk Lindner als Partner
der Großindustrie international im Geschäft

Niestetal (ddp).

Das leichte Stampfen der Maschinen ist zu hören, der typische Geruch von Metall und Öl liegt in der Luft. Doch ohrenbetäubenden Lärm gibt es nicht in der Produktion des Stanz- und Presswerks Lindner in Niestetal, dafür was fürs Auge. Wenn unsere Laserschneidanlagen oder die Schweißroboter arbeiten, ist das ein bisschen wie Science-Fiction, schwärmt Kai Oppermann von der Geschäftsleitung des Partners und Zulieferers international agierender Großindustrie.
Metallverarbeitung ist das Geschäft des mittelständischen Unternehmens vor den Toren Kassels, das sich selbst als quasi konkurrenzlos in der Region und wettbewerbsstark in Deutschland und Europa einschätzt. Grund sei die breit aufgestellte Fertigungstechnologie. Unsere verschiedenen Produktions-
techniken sind das Besondere, betont Uwe Lindner, geschäftsführender Gesellschafter von Lindner. Der Mix der Fertigung bestehe zum einen aus werkzeuggebundenen Stanzautomaten bis 630 Tonnen Presskraft und bis zu 600 Hub/Minute, mit denen Bleche bis zu einer Stärke von 0.5 bis 6 Millimetern in jede gewünschte Form zu bringen seien. Zum anderen aus einer automatisierten, werkzeuglosen Blechbearbeitung (CNC) mit 3-D-Laser- und Wasserstrahlschneidanlagen, Revolverstanzen mit Biegefunktion sowie Abkant- und Schweißrobotern. Hiermit ließen sich Stückzahlen von einem bis einer Million bis zu einer gewissen Bauteilgröße abdecken und das Wachstum der Kunden oder ihr Einstieg in neue Marktnischen begleiten. Wir starten mit CNC-Fertigung und stellen dann um auf Stanz-Biegetechnik, sobald es für den Kunden günstig ist, unterstreicht Oppermann und führt auf dieses Alleinstellungsmerkmal - neben der motivierten Belegschaft - die Bilanz des mittelständischen Unternehmens zurück. So habe der Jahresumsatz in 2008 über 25 Millionen Euro bei einem jährlichen Wachstum von fünf bis zehn Prozent betragen.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die aktuell die Automobilbranche besonders trifft, spürten auch die Lindner-Werke. Doch Kai Oppermann sieht das Unternehmen in einer verhalten, optimistischen Position. Die jetzige Situation führe seiner Ansicht nach zu Markt bereinigenden Effekten. Lindner wird aufgrund seiner hohen Diversifikation bei Kunden gestärkt daraus hervorgehen und seinen Marktanteil in bestimmten Nischen vergrößern können, ist sich Kai Oppermann sicher.
Während die Produktion für Hersteller von Haushaltstechnik fünf Prozent ausmache, stelle vor allem die Automobilbranche mit 40 Prozent und die Energieanlagentechnik mit 55 Prozent das Gros der Klientel der 50jährigen Firma dar, weiß Oppermann zu berichten. 80 Prozent der Auftraggeber kämen aus dem Inland, weitere 20 Prozent aus dem europäischen Ausland. Zu den Kunden im Energiebereich zählten neben Weltmarktführen für Steuerungselektronik und Windkraftanlagen auch Konzerne für beispielsweise Stromerzeugung und -distribution. In der Automobilbranche liefere Lindner seit vielen Jahren direkt an die Produktionslinien der Automobilhersteller und Zulieferer, teilweise auch im Kanban-Verfahren.
Mit Lindner verbindet uns eine noch junge und sehr gute Partnerschaft, sagt Bernd Hillebrand, einer der Geschäftsführer der Hillebrand Coating Technologies in Wickede. Als mittelständisches Unternehmen auf dem Gebiet organischer Beschichtungen bestehe die Zusammenarbeit in der Oberflächenveredelung von Lindner-Produkten. Kennen gelernt habe Hillebrand das Niestetaler Stanz- und Presswerk als gut aufgestellt, maschinentechnisch auf dem neuesten Stand und mit Spielregeln auf einem hohen Level. Hillebrand betont: Da herrscht ein hohes Qualitätsbewusstsein auch hinsichtlich der Prozesse. Und wenn man sich auf Augenhöhe begegnen kann, ist das schon die Basis für eine gute Kooperation.
Die Lindner Werke verstehen sich, wie Oppermann betont, aber nicht nur als Produzent und Lieferant sondern auch als Partner für alle Phasen des Produktlebenszyklus, angefangen von der Idee, über das erste Konzept, die Entwicklung eines Prototypen bis zum Endprodukt und der Ersatzteilproduktion. Neben Kompetenz sei dann auch Flexibilität gefragt, sagt Oppermann: Tagtäglich können wir aktualisierte Abrufe für die verschiedenen Automobilwerke bekommen. Neue Mengenangaben also, die eine schnelle Disposition hinsichtlich Einkauf, Produktion und Logistik erfordern.



ddp/coh